Australia 30.03 – 18.07.2010

Jetzt ist meine Zeit in diesem Land tatsaechlich schon vorbei, und es ging im Nachhinein viel zu schnell vorbei…
Ich habe in meinen 110 tagen down under sehr viel gesehen, war in 6 von 8 Bundesstaaten, hab tolle Staedte wie Sydney, Brisbane und Cairns gesehen, war im Outback und hab einen Roadtrip die Ostkueste hoch gemacht.
Ich bin insgesamt ungefaeher 8450km mit dem Bus oder dem Auto gefahren und habe 4500km mit dem Flugzeug zurueck gelegt.
Ich habe viele Lieblingsorte die ich gar nicht alle aufzaehlen kann, aber meine 3 Lieblingsstaedte stehen fest. Meine allerliebste Lieblingsstadt ist und bleibt Syndey, weil es einfach wunderschoen ist, mit dem tollen Hafen, den schoenen Straenden und der tollen Umgebung. In dieser Stadt merkt man einfach kaum, dass man in einer Grossstadt ist.. Dann folgt ganz dicht Brisbane, was einfach total sauber und immer schoen warm ist, selbst im Winter. Die ganzen Gruenanlagen und der City beach machen diese Stadt einfach total angenehm… und platz 3 teilen sich Melbourne und Cairns, weil ich in Melbourne einfach bei einer total netten Familie gewohnt habe und Cairns, weil es eine total schoene Lagune hat und ueberschaubar und klein ist :)
Der suedlichste Punkt meiner Reise war wohl das Segelrennen in St.Kilda, der westlichste die Kata Tjutas im outback, der noerdlichste Punkt war Cooktown und der oestlichste war wohl Fraser Island, obwohl ich gerne noch nach Byron Bay zum oeslichsten Punkt Australiens gereist waere.
Mein Trip hatte viele Highlights, ich war am Hafen in Sydney, welcher einfach unglaublich schoen ist mit Harbour Bridge und Opera House. Dann war ich an legendaeren Straenden wie Bondi und Manly und einen Tag in den Blue Mountains.
Ich war in der Hauptstadt Canberra und habe mir da fuer einen Tag und einen halben die Stadt angeguckt, was auch voellig ausgereicht hat.
Ich hab an einem Segelrennen teilgenommen und war fuer einen Tag Mitglied im “Melbourne Royal Yacht Club”.
Ich hab ein richtiges Aussie-Footy Spiel gesehen und war dabei begeisterter Fan von den “Hawks”.
ich hab in einer total netten Familie gewohnt und dabei den “aussie way of life” kennen gelernt und die unglaubliche Gastfreundschaft der Familie Stephenson.
Hab an einer Outbacktour teilgenommen in der ich in der Opalstadt Cooper Pedy war und in einer Hoehle geschlafen habe. dann hab ich zum ersten mal in einem swag geschlafen und dann auch noch mitten im Outback, “real bushcamping”. Ich durfte 4 Tage unter dem schoensten Sternenhimmel einschlafen und hab dabei viele tolle Sternschuppen gesehen. Ich war am Uluru, den Kata Tjutas und am Kings Canyon und habe viel ueber die Creationstories der Aborigines gelernt.
danach bin ich nach einem total turbulenzenreichen Flulg in Brisbane angekommen, der Hauptstadt Queenslands.
Ich bin fuer 42 Tage in einem lustigen, gruenen Auto die Ostkueste hochgereist.
Hab diese 6 Wochen lang in einem Auto geschlafen, 4 davon innen drin und 2 auf dem Dach ;)
Bin dabei fuer 2 Wochen mit einem verrueckt-lustigen und einem seeeeehr ruhigen Franzosen gereist, wobei ich mich die ganze Zeit gefragt hab, wo die ihren Fuehrerschein herbekommen haben.
Bin von einem 3=jaehrigen suessen Jungen nach meiner Handynummer gefragt worden.
Habe einen extrem steinigen und steilen Berg mit flip-flops bestiegen und mir dabei wundersamer weise nix gebrochen.
Habe eine 3-Tages-Kanutour gemacht und dabei tolle Freunde kennengelernt und viel Spass gehabt, auch wenn das Wetter und die Bedingungen nicht optimalst waren.
Habe einen recht angetrunkenen Franzosen mehr oder weniger davon ueberueberzeugt, dass man nicht bei wildfremden, reichen leuten im Garten parken kann um dort zu uebernachten.
War fuer 3 Tage auf der groessten Sandinsel der Welt gewesen und dabei auf einem coolen highway, naemlich dem Strand gefahren.
hab gesehen, wie man doch mit 18 erwachsener sein kann als ein 28-jaehriger Franzose…
Habe mein eigenes Didgeridoo gemacht und muss jetzt nurnoch lernen, es auch zu spielen.
Habe 2 Sonnenuntergaenge gesehen an einem der seltenen Orte wo das an der Ostkueste moeglich ist.
War in einem trockenen Flluss spazieren indem es, wie sich im nachhinein rausstellte, von Krokodilen nur so wimmelt.
War in einem der schoensten Nationalparks direkt am Strand welchen wir praktisch fuer uns alleine hatten.
Hatte einen atemberaubenden Sonnaufgang mit Kaengurus am Strand und danach “Fruehstueck mit Kaengurs”.
Habe fuer 3 Tage auf einem Schiff gelebt und dabei um die tollen Whitsunday Inseln gesegelt.
War zum ersten mal tauchen und habe die Unterwasserwelt am “Great Barrier Reef” kennen gelernt.
Habe beinahe einen Strafzettel fuer ueber 200$ bekommen, konnte mich aber Gott sei Dank geschickt rausreden.
Habe zu Fuss Magnetic Island erkundet und dabei mehr oder weniger Bekanntschaft mit auserst komischen Nacktbadern gemacht.
Habe Anica beim Skydiven aus 14,000ft Hoehe zugeguckt.
Habe mit unseren Freunden aus Koeln und 2 Italienern am Strand gechillt und dabei Kokosnuesse geknackt und Kokosnussmilch geschluerft :)
War an total tollen Wasserfaellen, welche wir ueber nacht fuer uns alleine hatten, was bei den ganzen Geraeuschen dann doch ein bisschen unheimlich war.
Hab in Cairns das erste Deutschland-WM-Spiel geguckt, passenderweise gegen Australien.
War in Cooktown, der noerdlichsten Stadt, die man mit einem normalen Auto noch erreichen kann.
War im tropischen Regenwald und dabei gleichzeitig an den schoensten Straenden Australiens – “where the rainforest meets the reef”.
War eine in Cairns in der ich vergeblich nach einem Job gesucht hab und nach 80 Telefonaten doch noch einen Wwoofing platz gefunden habe.
War zum 2. Mal tauchen und ganz viel schnorcheln was so wunderschoen war und wobei ich so viele bunte Fische und Korallen gesehen habe, unter anderem eine Nemo-Fisch-Familie.
Danach war ich 2 Wochen lang auf der Stannary Hills farm bei der Familie Godfrey in Mutchilba, the middle of nowhere zum Arbeiten. Dabei habe ich viel ueber sweet, sweet, sweet potatoes und Limes gelernt und viele nette Leute kennen gelernt.
War bei DEM riessen Event in Mutchilba City, dem Publich Viewing fuer das “State of Origin” Footy Spiel.
Hatte ein “Aussie BBQ” mit echten T-Bone Steaks unter dem absolut schoensten Sternenhimmel.
Hab mich schweren Herzens von Anica verabschiedet, was nach 3,5 Monaten Tag und Nacht zusammen gar nicht so einfach war…
War einen Tag in “Surfers paradise” und hab mich von dem australischen Meer und Strand verabschiedet.

Waehrend meiner Reise habe ich die absolut schoensten Sonnenaufgaenge gesehen und hatte ein paar nette Begegnungen mit Schlangen und Spinnen, aber leider kaum welche mit suessen Tieren wie Koalabaeren oder Wallabies.
Ich bin 4508km auf der linken Seite gefahren, dabei die meiste Zeit auf dem “Bruce Highway“ , welcher bei uns wohl nicht mehr waere als ne normale Bundesstrasse. Dabei hab ich soooo viele tote Kaengurus gesehen….

In den knapp 4 Monaten hab ich einiges gelernt und viele Erfahrungen gesammelt:
Australier sind meistens faul, was man auch schon an den Tieren wie zum Beispiel den Koalabaeren sieht, welche 21 Stunden am Tag schlafen ;)
Dabei sind sie total freundlich und echt hilfsbereit und man hat bei den meisten das gefuehl, dass man sich schon ewig kenne wuerde…
Man merkt, wie wenig sachen man fuer das taegliche Leben braucht, naemlich nur so viel wie man in dem Rucksack rumschleppen kann, welcher zum besten Freund und treuen Wegbegleiter wird. Und vor allem, mit wie wenigen Duschen man doch auskommt, wenn man muss, ohne dabei zu stinken ;) und wenn man dann doch mal eine Dusche bekommt, freut man sich selbst ueber die kalten Strandduschen.
Ich hab auf meiner Reise echt total liebe Menschen kennen gelernt, allen vorran natuerlich Anica. Sie ist in den 3,5 Monaten echt eine enge Freundin geworden, wir haben ja immerhin jeden Tag miteinander verbracht. Und es ist einfach so viel schoener wenn man zusammen reist und Erlebnisse und Eindruecke teilen kann :)
Und beimReisen merkt man erst wie schoen es doch auch zu Hause ist und man sieht, wie man auch nach 4 Monate Australienaufenthalt noch gluecklich vergeben sein kann :)

Ich bin total froh, dass ich die Moeglichkeit hatte, diese 4 Monate in meinem Lieblingsland zu verbringen. Ich hatte echt eine tolle Zeit hier, auch wenn das Heimweh nach Hause doch manchmal gross war… Alles in allem ging es doch doch rasend schnell vorbei und ich freue mich jetzt aber sehr auf zu Hause :)
Ich hoffe, es hat euch Spass gemacht, meine Abenteuer down under zu verfolgen :)
Es ist schon ein komisches Gefuehl, dieses Land zu verlassen indem man doch jetzt recht lange gelebt hat und sich gut eingefunden hat. Aber auch wie beim letzten Mal weiss ich, dass ich irgendwann wieder hierher komme, denn es gibt noch soooo viel zu sehen…
In diesem Sinne ” Goodbye Australia, welcome Germany” :)

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